Brauchtum

Wie in vielen Eifeldörfern haben auch in Sinspelt alte Bräuche und Feste einen festen Bestand im Jahreskreis.

SternsingerSternsinger

Die Kinder des Dorfes verkleiden sich am Dreikönigstag (6. Januar) als die drei Weisen aus dem Morgenland. Sie ziehen von Haus zu Haus, tragen ein Lied vor und beschriften die Haustüren mit geweihter Kreide (20 – C – M – B – 05).Dies soll das Haus und die Bewohner schützen.

 
 
 


FastnachtFastnacht – Kappensitzung

Dieses ursprünglich heidnische Fest – welches dem Vertreiben böser Wintergeister durch schauriges Verkleiden galt – beginnt in den meisten Eifelorten mit der „Weiberfastnacht“ schon am Donnerstag. An diesem Tag haben die Frauen des Dorfes „Narrenfreiheit“. So muß sich so mancher Mann von seinem Schlips trennen oder Wegzoll zahlen, will er das von Möhnen beherrschte Dorf passieren.

Außerdem findet alljährlich die Kappensizung im Gemeindehaus statt. Der Fastnachts-Höhepunkt. Mit lustigen Beiträgen, Musik und Geschunkel wird ausgelassen gefeiert.

Nach 6 „Tollen Tagen“ ist auch in Sinspelt alles vorbei.


Strohmann HüttenbrennenHüttenbrennen, Strohmannstag oder Burgsonntag,

in jedem Eifel-Dorf hat dieser alte Brauch, am Sonntag nach Fastnacht, einen anderen Namen. Die Kinder und Jugendlichen des Dorfes sammeln Stroh und Brennmaterial und bauen daraus ein großes Strohkreuz, den Strohmann. Samstags gehen sie von Haus zu Haus und sagen ihren alten Spruch, um von den Bürgern Eier, Milch , Mehl und Speck, aber gerne auch Geld zu sammeln. Riesige Feuer sieht man am Abend auf den Bergen der Eifel brennen und ein Wettbewerb entsteht, welches Dorf den schönsten, langbrennensten Strohmann hat. Anschließend treffen sich die Kinder zum Feiern und essen Eiergerichte.Schon Julius Cäsar berichtete von den Kelten, dass sie riesige Gestalten aus Weidengeflecht und Stroh herstellten und diese bei einem Fest verbrannten, vielleicht stammt der Brauch noch aus dieser Zeit, denn keltische Denkmäler sind hier bei uns zahlreich vertreten.


KLAPPERKINDERKlappern

Wenn am Karfreitag die Kirchenglocken der Sage nach „nach Rom fliegen“ ersetzen die Kinder und Jugendlichen des Dorfes mit ihren lauten Klappern das GlockenlÄuten. Dreimal täglich – zum Morgen-, Mittag- und Abendläuten ziehen sie bis zum Morgen des Ostersonntags durch das Dorf und werden anschließend von den Sinspeltern mit Süßigkeiten und Geld belohnt.

(Spruch der Klapperkinder: ….)


MaibaumMaibaum

Am Abend vor dem 1.Mai wird der Maibaum mit Gesang und Sprüchen aufgerichtet. Die Feuerwehr hat am Mittag einen schönen Baum gefällt. Die Äste werden entfernt, nur die Spitze bleibt grün und der Baum wird durchs Dorf zu Dorfplatz gefahren geschmückt und aufgerichtet. In der Nacht schmücken Frauen die Hecken im Dorf mit bunten Bändern und die Jugendlichen treiben in dieser Hexennacht manchen Schabernack im Dorf. So finden die Bewohner am nähsten Morgen zB. ihre Gartenstühle in der Nachbarschaft wieder.


KAPELLEKirmes

Am 31. Mai wird in Sinspelt Kirmes, die Kirchweihe, gefeiert. „Maria, Königin des Friedens“ ist die Schutzpatronin der Sinspelter Kapelle und des Ortes.

 
 


Springprozession Springprozession

Schon in vorchristlicher Zeit pilgerten Menschen im Frühling nach Echternach um dort zu Springen und zu Tanzen. Der hl. Willibrord wandelte diesen heidnischen Kult in die christliche Springprozession um. Viele Sagen erzählen von ihrer Entstehung. Eins ist Gewiss, die einmalige Stimmung steckt jeden an. Am Pfingstdiensttag springen die Pilger im Tanzschritt, zu der immer gleichen rhythmischen Musik durch Echternach. Man spürt die Lebensfreude die diesem Fest innewohnt und es verwundert nicht, dass früher so manche Partnerschaft hier ihren Ursprung fand. Am Pfingstmontag kommt die Prozession, die im Prümer Raum beginnt durch Sinspelt wo sich viele Zuschauer einfinden.


St. MartinMartinszug

Am Wochenende nach St. Martin gehen die Sinspelter Kinder mit bunten Laternen, geführt vom heiligen Martin auf seinem Pferd, singend durchs Dorf. Die Häuser Sinspelts werden außerdem mit Lichtern geschmückt. Bunte Lichter in der Dunkelheit und die Erinnerung an gute Taten… Dieser zauberhafte Zug endet auf dem Dorfplatz, wo alle Kinder eine „Martinsbretzel“ erhalten.